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Das Agnesbründl

Version vom 8. September 2009, 14:05 Uhr von Lara (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{2SpaltenLayout|Text= An der Stelle wo heute das Agnesbrünnlein steht, stand früher, vor einigen hundert Jahren, eine große Eiche. Eines Tages wollte ein Ko…“)
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An der Stelle wo heute das Agnesbrünnlein steht, stand früher, vor einigen hundert Jahren, eine große Eiche.

Eines Tages wollte ein Kohlenbrenner die große Eiche fällen. Doch plötzlich hörte er ein Kind weinen. Es sagte: "Agnes heiße ich." Aber woher es komme und wer seine Eltern wären, konnte es nicht sagen. Und so nahm der Kohlenbrenner das kleine Mädchen mit zu seiner Familie. Seine Frau musste nun noch ein Kind satt machen und war gar nicht sehr erfreut darüber. Denn die Köhler waren arme Leute. Ihr Sohn Karl aber wollte Agnes unbedingt als Spielgefährtin behalten und so willigte die Mutter doch ein.

Die Freundlichkeit der Köhlerin wurde schon bald belohnt. Jeder Gegenstand, den Agnes berührte, verwandelte sich augenblicklich zu Gold. Der Köhler sammelte die Goldbrocken bis er genug hatte und ließ dann seiner Familie neben der großen Eiche ein Schloss erbauen. Die Jahre vergingen und Karl und Agnes dachten daran zu heiraten. Doch ein Krieg brach aus und Karl musste fort. Agnes hörte lange nichts von ihrem Karl. Doch eines Tages betrat ein reich geschmückter Ritter das Schloss. Er sagte, er wäre Karl. Agnes erkannte ihn nicht und rief aus:

"Wenn das mein Karl ist, so will ich verdammt sein!" Kaum hatte sie das ausgesprochen, da wurde das Schloss von der Erde verschlungen und an seiner Stelle blieb nur ein Brünnlein zurück.

Manche Leute erzählten aber, sie seien der Agnes oder dem Karl begegnet und hätten von ihnen ein Goldstück bekommen.