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Die weiße Frau von Hernals

Version vom 8. September 2009, 13:44 Uhr von Lara (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{2SpaltenLayout|Text= (Nach einer Sage aus der Wiener Vorstadt) Der Herr von Stelzenberg wurde seines evangelischen Glaubens wegen aus Hernals vertrieben. Seine…“)
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(Nach einer Sage aus der Wiener Vorstadt)

Der Herr von Stelzenberg wurde seines evangelischen Glaubens wegen aus Hernals vertrieben. Seine kleine Tochter, Adelgund, ließ er zur Pflege bei einem armen, kinderlosen Ehepaar, dem Weinhüter Christian Sünböck und seiner Frau Kathrein.

Als junges Mädchen verlobte sich Adelgund mit dem Schulgehilfen Peter Reinmandl. Er hatte einen bösen Traum: Adelgund wird in einem vornehmen Wagen abgeholt. Sie gibt ihm zur Antwort: "Eher sollen die Glocken am Karfreitag läuten, als ich dich und meine lieben Eltern verlasse!"

Einige Monate später wollte der alte Gutsherr seine Tochter abholen. Das Mädchen weigerte sich. Der Gutsherr ließ ihr eine Frist bis Ostern. Wegen des Standesunterschiedes vermied Peter Reinmandl jetzt alle Kontakte mit ihr. Er wollte "ihr Glück" nicht stören.

Da es Adelgund nicht gelang ihn zu treffen, verschand sie am Gründonnerstag. Am Karfreitag begannen plötzlich die Glocken der Bartholomäuskirche zu läuten. Eine weiße Frau zog an den Glockenstängen.

Am Ostersonntag schwemmte der Albach Adelgunds Leiche an.

Seither hörte man in jeder Karfreitagsnacht drei Glockenschläge vom Turm der Kirche, bis der alte Bau abgerissen wurde.

Reimandl zog in den Türkenkrieg und verscholl.