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Feldhase

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Ein erwachsener Feldhase

Der Feldhase ist heute auf fast allen Kontinenten der Erde zu finden. Und das, obwohl seine ursprüngliche Heimat ausschließlich Europa und Teile von Sibirien war. Früher, zur Zeit, als viele europäische Länder Kolonien auf anderen Kontinenten gründeten, wurden Hasen sehr gerne gejagt. Auswanderer nahmen daher Hasen mit in ihre neue Heimat. Doch nachdem die Tiere in ihrer neuen Heimat außer den Jägern keine Feinde hatten, vermehrten sie sich sehr stark. In Australien wurden sie sogar zu einer richtigen Plage. Hasen sind Säugetiere. Sie erreichen eine Größe von bis zu 70 cm Länge und wiegen etwa zwischen 4 und 5 Kilogramm. Ihr Fell ist weiß, grau und braun. Die einzelnen Fellhaare haben schwarze Spitzen. Dadurch scheinen die Langohren eine rötlich braune Farbe zu haben.

Mit ihren langen Hinterbeinen können Hasen hohe Sprünge (bis 2 Meter) machen und recht schnell laufen (bis zu 70 km/h). Die langen, für Hasen typische Ohren werden Löffel genannt. Ihr Schwänzchen ist an der Unterseite weiß gefärbt und heißt in der Jägersprache Blume.

Die Tage verbringt der Feldhase in der Sasse. Das ist eine flache Mulde, die als Nest dient. Erst abends, wenn es zu dämmern beginnt, wird der Feldhase aktiv, denn er ist nachtaktiv. Die kleinen Hasenbabys kommen auch in der Sasse zur Welt. Im Gegensatz zu Katzen, Mäusen oder auch Eichhörnchen sind die Hasenjunge Nestflüchter. Bereits bei der Geburt haben sie ein dichtes Fell, können sehen und auch schon kriechen. Bereits nach ein paar Tagen bekommt jedes Junge ein eigenes Nest. Ihre Mutter kommt nur vorbei um sie zu säugen. Die kleinen Babys sind also schon recht früh auf sich allein gestellt. Im Alter von 3 Wochen sind die kleinen Hasen schon fähig, ihr Futter selbst zu suchen.

Feldhasen können, wenn sie nicht gefressen oder von Jägern erlegt werden, bis zu neun Jahren alt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung legt allerdings bei nicht einmal einem Jahr. Denn natürliche Fressfeinde, der Straßenverkehr und auch Jäger und Landwirtschaft setzen den Tieren ordentlich zu. Doch da sie sich recht rasch vermehren, ist ihr Bestand trotzdem nicht gefährdet.


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