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Kaiser Karl der VI. wurde am 1.Oktober 1685 in Wien geboren und starb am 20. Oktober 1740 hier.

Er war der zweite Sohn Kaiser Leopolds I.. Daher war er eigentlich dazu bestimmt, Priester zu werden. Als am 17. April 1711 sein Bruder, Kaiser Joseph I., ohne männliche Nachkommen überraschend gestorben war, wurde Karl der Nachfolger seines Bruders.

Karl war zwar verheiratet, hatte aber nur Töchter. Sein erstes Unternehmen bestand daher in der Neuregelung der Thronfolge im Hause Habsburg, die er in der Pragmatischen Sanktion vom 19. April 1713 vornahm. Demnach sollte bei Ausbleiben von Söhnen auch eine Tochter Kaiserin werden können.

Karl war weniger politisch als künstlerisch begabt. Er liebte die Musik und die Architektur. Daher förderte er auch die Baukunst. Zu seiner Zeit entstanden viele wunderschöne Bauwerke. Für ihn arbeiteten die berühmten Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach und dessen Sohn Josef Emanuel, sowie Johann Lukas von Hildebrandt und Donato Felice von Allio. Sie verwirklichten viele der von Kaiser Karl VI. in Auftrag gegebenen Arbeiten.

Neben dem Bau der Karlskirche ließ er die Hofburg erweitern. Der Michaelertrakt, die Nationalbibliothek, die Reichskanzlei und die Winterreitschule wurden geplant und zwischen 1723 und 1737 ausgeführt. Außerdem wurden noch die Peterskirche, die Nepomukkapelle, und der Brunnen von Raphael Donner unter seiner Regierungszeit fertig gestellt.

Unter Karl VI. wurde Wien zum Erzbistum (Sitz eines Bischofs) erhoben. Durch sein Wirken wurde Wien die führende Kulturhauptstadt Europas.