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Birnen

Welche Birnen hast du am liebsten? Die Weichen, Süßen und Saftigen, oder vielleicht eher die Härteren, die trotzdem wie eine Nascherei schmecken?

Weltweit gibt es eine ganze Menge Birnensorten. Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass es etwa 5000 sein müssen. Hier ist für jeden die richtige Sorte dabei. Wusstest du, dass es sogar eine Mischung aus Apfel und Birne gibt? Die so genannte Nashi-Frucht. Diese Apfel-Birnen-Kreuzung ist allerdings nur deshalb möglich, weil Apfel- und Birnenbäume sehr eng miteinander verwandt sind.



Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Birnen gab es nachweislich bereits im Altertum. Sie fanden vor etwa 4000 Jahren den Weg nach Europa und verbreiteten sich auch hier recht rasch.

Schon im 17. Jahrhundert gab es an die 300 verschiedene Birnensorten. 200 Jahre später war ihre Zahl schon auf 1000 angestiegen und heute werden die verschiedenen Sorten, wie bereits erwähnt, auf 5000 geschätzt.

Der Ursprung der Birnen liegt übrigens in Persien.


Birnenbaum

 
Birnen am Baum

Der Birnenbaum zählt, genau wie der Kirschenbaum und der Apfelbaum zu den Rosengewächsen. Er ist mit dem Apfelbaum eng verwandt.

Unsere heutigen Birnen stammen von den Holz- bzw. Wildbirnen ab. Diese ursprünglichen Bäume konnten beinahe überall wachsen. Auch heute werden die harten, kleinen Früchte dieser Sorten als Mostbirnen verwendet.

Die Blätter des Birnenbaumes wachsen erst am Ende der Blütezeit. Sie haben einen gesägten oder einen glatten Blattrand.

Birnenbäume können sehr hoch werden. Die alten Sorten erreichen sogar eine Höhe bis zu 20 Meter! Heute ist es aber möglich, die sogar Höhe der Bäume durch verschiedene Veredelungen zu beeinflussen.

Die Baumkrone des Birnenbaumes ist spitz (beim Apfelbaum ist sie eher rund)

Birnenbäume werden übrigens nicht nur angepflanzt, um das süße Obst zu bekommen. Oft findet dieser Baum auch als Zierpflanze Verwendung.


Birnenblüte

 
Blüten des Birnenbaums

Der Birnenbaum blüht meistens im April – also etwas früher als der Apfelbaum. Daher sind die Blüten des Birnenbaumes oft noch frostgefährdet.

Die Blüte der Birne ist reinweiß. Es stehen jeweils einige Blüten zusammen.

Die Blüten sind zwar zwittrig – das bedeutet, dass in einer Blüte jeweils Männchen und Weibchen sitzen, jedoch können sie sich selbst nicht befruchten. Jede Blüte benötigt, um befruchtet zu werden, den Pollen einer anderen Blüte.


Die Frucht

Datei:Butterbirne.jpg
Zeichnung der Six's Butterbirne

Die Frucht der Birne wird zum Kernobst gezählt. Die braunen Kerne in der Frucht sind die Samen, aus denen mit viel Glück und Geduld ein neuer Birnenbaum wachsen kann.

Birnen gibt es in unterschiedlichen Formen. Manche Sorten sind eher länglich, andere rundlicher. Es gibt sie auch gerade oder gebogen. Je nach Sorte hat die Schale der Birne eine unterschiedliche Färbung. Sie reicht von grün und rot über gelb bis hin zu bräunlich.

Die Birne gehört zur großen Gruppe der klimakterischen Früchte. Das bedeutet, dass sie nach der Ernte noch weiter reift, wenn sie kühl gelagert wird. Das ist bei der Birne auch sehr wichtig, da sie sich nicht so lange hält, wie Äpfel. Vielleicht konntest du schon einmal beobachten, dass Birnen sehr schnell weich und matschig werden.


Verarbeitung

Am gesündesten ist es, Birnen roh zu essen. Sie enthalten einige Vitamine und viel Kalium. Durch ihren geringen Säuregehalt können Birnen sogar von Menschen mit Magenproblemen gut vertragen werden.

Aus Birnen kann aber auch fein schmeckendes Kompott oder Marmelade gemacht werden. Eine weitere Verarbeitungsmöglichkeit ist, aus ihnen Birnensaft und Schnaps herzustellen.

Das Holz des Birnenbaumes ist sehr hart. Es eignet sich daher hervorragend für den Möbelbau – allerdings nur für den Innenbereich. Wenn das Birnenholz altert, bekommt es eine schöne dunkelbraune Färbung.

Auch zum Schnitzen ist das Holz des Birnenbaumes bestens geeignet. Früher wurden aus diesem Holz sogar Kuchenbackformen und Druckstöcke geschnitzt.


Externe Links

Sonstiges