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Maximilian II., der am Hofe Philipps II. in Spanien erzogen wurde, fand großen Gefallen an den dort in Menagerien gehaltenen Tieren. Er beschloss, einen Elefanten nach Wien mitzunehmen.


Der Elefant hatte einen beschwerlichen Fußmarsch hinter sich, als er 1552 nach Wien kam. Beim prunkvollen Einzug Maximilians und seiner Gemahlin Infanta Maria wurde der Elefant mitgeführt. Mehrmals ließ Maximilian die ganze Kolonne halten, damit die Menschenmenge am Straßenrand das Tier genauer betrachten konnte.


Auf dem Graben, mitten in der Stadt, fiel ein fünfjähriges Mädchen in dem Gedränge dem Elefanten vor die Füße. Ohne das Kind zu verletzen, hob es der Elefant mit seinem Rüssel auf und überreichte es wie ein Kavalier der weinenden Mutter.

Der Vater ließ zur Erinnerung ein Bildnis des Elefanten an seinem Hause am Graben anbringen.


Der Elefant verstarb aber nur eineinhalb Jahre später an einem Magen- und Darmleiden.

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