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Hausziege - Kuebi = Armin Kübelbeck commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Ziegen sind kluge Säugetiere. Sie gehören zur Familie der Hornträger. Sie werden vom Menschen schon seit langer Zeit als Haustiere genutzt. Das weibliche Tier wird Ziege, das männliche Bock und das Jungtier Ziegenkitz genannt.


Ziegenbock - Eva Hofbauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-SA 3.0 AT

Inhaltsverzeichnis

Vorfahren

 
Bezoarziege - F. Spangenberg commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Die Hausziege stammt von der Bezoarziege ab.
Die Wildziege erreicht eine Schulterhöhe von 100 cm und wird 40 kg schwer.

Sie lebte früher in Vorderasien und auf griechischen Inseln. Heute ist sie dort fast ausgerottet.

Da sie im Hochgebirge zu Hause ist, kann sie ausgezeichnet klettern und springen. Sie kann auch gut sehen, hören und riechen.

Ihre natürlichen Feinde sind der Luchs und der Leopard. Den Jungtieren werden große Greifvögel (zB Steinadler) gefährlich.


Aussehen

 
Die Ziege ist ein Paarhufer.

Sie wird bis zu 65 cm hoch und wiegt bis zu 40 kg. Das Weibchen ist kleiner als das Männchen. Die Farbe des Fells ist braun, graubraun oder rotbraun. Es kann aber auch schwarz, weiß oder gefleckt sein.

Die Hufe der Ziege sind zweigeteilt. Das ermöglicht ihnen einen sicheren Tritt im unwegsamen Gelände.

Das Männchen hat beeindruckende Hörner und einen Bart an der Unterseite des Kinns – den Ziegenbart. Es sondert über Horndrüsen einen unangenehmen Geruch ab. Das sind große Talgdrüsen hinter dem Hornansatz.



Haltung

 
Ziegen im Freien - Herbert Schauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-SA 3.0 AT

Da die Ziege ein Fluchttier ist und bei Gefahr weglaufen möchte, darf sie auf keinen Fall angebunden werden.

Sie sollte entweder im Stall oder freilaufend gehalten werden.

Wird die Ziegen auf der Weide gehalten, sollte das Gelände am besten mit einem Zaun von mindestens 150 cm Höhe gesichert sein. Ebenso benötigt sie einen Unterstand als Wetterschutz.

Der Stall sollte 250 cm hoch, hell und gut belüftet sein. Es darf keine Zugluft entstehen. Pro Tier braucht man 2 m² Platz. An der Futterstelle muss für jedes Tier mit 60-75 cm Raumbedarf gerechnet werden. Als Einstreu wird 1 kg Stroh pro Tag benötigt.



Ernährung

 
Ziege am Futterplatz - Eva Hofbauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-SA 3.0 AT

Sie ist ein Wiederkäuer und frisst Gräser, Kräuter, junge Triebe von Sträuchern und Bäumen.

Bei wenig Nahrungsangebot hält sie sich an zarte Rinde, Moose und Flechten. Als Stalltier bekommt sie Heu zu fressen.

Die Ziege braucht am Tag 8 kg Grünfutter oder 3 kg Heu, dazu Kraftfutter (Hafer, Weizenkleie, Gerstenmehl).

Wichtig ist außerdem noch ein Salzleckstein und frisches Wasser.



Nutztier

Sie liefert hauptsächlich Milch, die zu köstlichen Käse verarbeitet wird.

Außerdem wird ihr Fleisch gegessen.

Ihre Haut wird zu Fell und Leder verarbeitet.

Das Ziegenhaar liefert uns wertvolle und teure Mohairwolle.

Auch das Horn wird genutzt.



Jungtier

 
Ziegenkitz - Herbert Schauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-SA 3.0 AT

Ab einem Alter von 4-5 Monaten können Ziegen Mütter werden. Die Tragzeit dauert 5 Monate. Das Kitz wiegt bei der Geburt etwa 4 kg.

Bei der Geburt setzen zuerst die Wehen ein, dann ist die Fruchtblase zu sehen. Nach dem Aufbrechen der Fruchtblase sind die Vorderfüße des Lammes und der Kopf zu sehen.

Nach der Geburt leckt die Geiß den Schleim und die Geburtsrückstände vom Kitz. Zwischen den einzelnen Kitzen ist eine Pause von 20 Minuten.

Der Geburtsvorgang kann bis zu 8 Stunden dauern.

Etwa drei Monate werden die Jungtiere gesäugt.



Rassen

Weltweit sind 700 verschiedene Ziegenrassen bekannt.

In Österreich finden wir häufig die Saanenziege, die weiße und bunte Deutsche Edelziege und die Toggenburger Ziege. Diese Rassen werden als Milchziegen gehalten.

Auch die Burenziege und Anglo-Nubier-Ziege sind oft zu finden.

Als gefährdete Ziegenrassen gelten die Gämsfärbige Gebirgsziege, die Tauernschecken Ziege, die Steirische Scheckenziege, die Österreichische Pfauenziege, die Pinzgauer Strahlenziege und die Blobe Ziege.



Allerlei

 
Ziege mit "Glöckchen" - Herbert Schauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-SA 3.0 AT

Manchen Ziegen haben am Hals paarweise, fellbewachsenen Hautausstülpungen. Sie werden Glöckchen genannt. Diese Hautsäcke haben keine Funktion.



Sonstiges